Olá ihr Lieben!

Auf diesem Blog könnt ihr meinen Auslandsaufenthalt in Brasilien hautnah miterleben. Ich bin am 21.07.2010 in Fortaleza angekommen und habe ab August ein Semester an der Universidade Federal do Ceará studiert. Das ist nun seit dem 2. Dezember abgeschlossen.
Nachdem ich im Dezember 3 Wochen lang eine Pause von Brasilien in New York genommen habe, habe ich mich entschieden nach Rio de Janeiro zu gehen. Hier mach ich nun seit Mitte Januar ein Praktikum und lebe und arbeite an der Copacabana. Ich werde versuchen wenigstens wöchentlich ein Lebenszeichen von mir zu
senden, freue mich aber auch ab und an mal etwas von euch zu hören.
Viel Spaß beim Lesen und Kommentare posten!
Té mais,
Cindy!


Dienstag, 26. Oktober 2010

Esthers Besuch und Morro Branco

Wie schon angekündigt hatten wir von Donnerstag bis Sonntag Besuch, Esther war da. :-)
Donnerstagmorgen ist sie gegen 8 bei uns angekommen und dann gab es erst mal lecker Frühstück. Den Rest des Vormittags haben wir eigentlich nur noch gegammelt und Energien für die City Tour, die später auf dem Programm stand, gesammelt. Um 1 wollten wir uns dann mit Sina am Dragão do Mar - Fortalezas kulturellem Zentrum – auf einen Kaffee treffen, aber weder um 1 hat mit
Sina geklappt noch der Kaffee. Das Café hatte zu und Sina kam gegen halb 2. Aber das war alles nicht weiter schlimm und wir haben gleich den Stadtrundgang gemacht. Mercado Central, wo es allen möglichen Kram gibt, Kathedrale, Touri-Zentrum, Bahnhof mit Pó de Guaraná Pause (so ein komischer aber leckerer Trunk aus Nüssen, Milch, Wasser, Eis und Sirup), Theater, Chaos-Zentrum und wieder Kathedrale und gegen 5 dann endlich in das Café. Die Mädels hatten alle eine kleine Stärkung und ich meinen neuen Lieblingssaft Ananas mit Minze. Danach sind wir nach Hause gefahren, haben leckeren Salat gemacht und die anderen 3 sind nochmal zum Beira Mar Markt gegangen, aber darauf hatte ich mal wieder keine Lust. Einmal in der Woche reicht der mir dann auch. :-)
Freitag haben wir ausgeschlafen, wieder lecker gefrühstückt und dann wussten wir erst mal nicht mehr, was wir mit dem Rest des Tages anfangen sollen. Eigentlich bietet sich Strand ja immer ganz gut an, aber da Esther schon einen Sonnenbrand von dem Stadtrundgang hatte, empfanden wir das als keine so gute Idee. Sehenswürdigkeiten hatten wir ihr alle schon gezeigt, also blieb nichts mehr. Fortaleza ist echt schön, aber wenn man nicht zum Strand möchte/kann, dann ist irgendwie auch nicht viel mehr los. Wir haben uns dann entschieden sie zu „50 Sabores“ zu entführen. Dort gibt es 50 verschiedene Eissorten (u.a. Bier und Caipirinha), die man alle probieren kann bevor man sich entscheidet. Danach sind wir noch 10 Kilometer am Strand langspaziert um die ganzen Kalorien wieder loszuwerden. :-) Erst zum Fischmarkt, wo man sich zum Beispiel Shrimps frisch kaufen und gleich kochen lassen kann, und danach zum Aussichtssteg um den Sonnenuntergang zu beobachten. Nur leider war es bewölkt und wir konnten nicht viel sehen. Abends sind wir wieder zum Dragão do Mar gegangen um etwas zu essen und uns mit Italo, Barbara, Andre und Sina zu treffen.
Samstagmorgen ging es dann mal wieder auf große Reise. Wir haben uns spontan entschlossen zu dem 80km entfernten Strand „Morro Branco“ zu fahren. Wir dachten eigentlich, dass der Bus halb 8 fährt, aber dann ist er doch erst eine Stunde später gefahren und wir hatten noch Zeit zum frühstücken. Also haben wir uns in so einen kleinen Imbiss gesetzt und gegessen. Da war so ein komischer Typ, der uns erst irgendeinen Zettel auf den Tisch gelegt hat, den Sina versucht hat zu entziffern. Nachdem sie jedes 3. Wort nicht lesen konnte hat sie einfach beschlossen „Der will bestimmt, dass wir für ihn anschaffen gehen.“ Und so kam es uns dann auch immer mehr vor. Wir haben ihn natürlich ignoriert, aber er ist immer an unserem Tisch vorbei gegangen und hat uns sinnlose Sprüche zugerufen und einmal hat er uns sogar Geld drauf geworfen…sinnlos.
In Morro Branco angekommen haben wir uns erst mal in der Pousada erkundigt, was man so machen kann und wo was los ist. Morro Branco ist allerdings sehr klein und viel gibt es dort nicht. Also sind wir zum „Mercado Artesanato“ (Handwerker-Markt) gegangen, haben uns dort kurz umgeschaut und dann weiter zum Strand und dort gab es Mitt
ag. Für halb 2 war dann eine Buggy-Tour angesetzt und die war richtig cool. Wir sind fast die ganze Zeit durch Dünen gefahren, haben an einer Höhle, Lagune und an so Felsen gehalten. Das hat alles auch einen Namen, aber dummerweise habe ich mir keinen davon gemerkt. An der Lagune haben wir eine längere Bade- und Schwimmpause gemacht und bei den Felsen eine richtige Tour. Dort gibt es 12 verschiedene Sandfarben (eine kleine Auswahl ist auf dem Foto), das war echt interessant, sah aber auch ein bisschen so aus als ob da jeden Morgen jemand den farbigen Sand auffüllt. :-) Aber Buggy fahren hat echt total viel Spaß gemacht.
Danach gab es eine Pool- oder Hängematten Pause –ich persönlich hab mich für letzteres entschieden – bevor es dann Essen im Restaurant nebenan gab und wir den Abend mal wieder mit lustigen Kartenspielen verbracht haben. Da wir uns ein Zimmer zu fünft geteilt haben, musste auch jemand in der Hängematte schlafen und ich hab mich dann einfach mal geopfert. Ich muss sagen, ich konnte besser darin schlafen, als ich dachte. Man wird natürlich bei jeder Bewegung wach, aber sonst war es okay. :-)
Sonntagmorgen haben wir erst mal ausgiebig gefrühstückt, unsere Sachen gepackt und wieder Karten gespielt. Dann noch ein paar Stunden am Pool entspannt (Strand hat man ja immer) und gegen 3 kam der Bus, der uns wieder in die große, stressige Stadt gebracht hat. Und Sonntagabend hat Esther uns dann auch schon wieder verlassen. Das war mal wieder ein sehr schönes Wochenende, aber auf das nächste freue ich mich auch schon wieder, denn am Donnerstag gehen Vani und ich wieder auf große Reisen… Lasst euch überraschen! Ach, und wenn wir Dienstag nicht wieder zurück sind, dann wurden wir wahrscheinlich von Piranhas gefressen oder haben uns entschieden bei den Affen zu bleiben. ;-)

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