Am Donnerstagmorgen im Flugzeug haben wir schon die erste Überraschung erlebt, als ein Werbespot der TAM-Airline gezeigt wurde und da jemand deutsch gesprochen hat. Als ich aufgeschaut habe, dachte ich "hm irgendwie kennst du den Schauspieler" und dann hab ich Vani angeschaut und mir ist es wie Schuppen von den Augen gefallen. Das war Jonas, einer der mit uns studiert, aber schon ein Jahr weiter ist. Das war echt witzig. Die Welt ist einfach ein Dorf. Nachdem wir in Belém zwischengelandet sind hatten wir auch die Chance den Spot nochmal zu sehen und mitzufilmen.
Vom Flughafen in Manaus haben wir dann den Bus ins Zentrum genommen und das war mal wieder typisch brasilianisch. Wir wussten natürlich nicht wo wir aussteigen müssen, also haben wir gefragt und als wir dann im Zentrum angekommen sind, hat sozusagen der ganze Bus diskutiert wo es denn jetzt am besten wäre auszusteigen. Im Hotel angekommen gab es auch erstmal ein Problem, weil Expedia das Geld noch nicht überwiesen hatte, aber nach einer 20-minütigen Wartezeit, war das auch gelöst.
Nachdem wir
uns kurz frisch gemacht haben, haben wir uns auch schon wieder auf den Weg gemacht, weil wir nicht mehr viel Zeit hatten bis es dunkel wurde und wir aber noch ein bisschen Manaus erkunden wollten. Die Stadt an sich ist auch echt schön, aber sehr viel zu sehen gab es am Ende doch nicht. Wir haben unsere Tour am Theater begonnen und sind einmal durch die Stadt bis zum Hafen am Rio Negro gegangen und das war es dann auch irgendwie schon. Wir waren so schnell wieder zurück, dass noch Zeit für ein Schläfchen war, bis wir uns später nochmal auf den Weg zum Essen gemacht haben und wieder am Theater vorbei gegangen sind. Dort war es dann so schön, mit Beleuchtung und Live Musik, dass wir uns da auch nochmal kurz hingesetzt haben und den Abend haben ausklingen lassen.
Freitagmorgen wurden wir nach einem super Frühstück pünktlich um 8 am Hotel abgeholt und zum Hafen gebracht, wo unser Guide Ceciliano und seine Frau schon auf uns gewartet haben. Als erstes sind wir dann mit dem Speedboot zum "Encontro das Aguas" gefahren. Das ist die Stelle wo der Rio Negro (schwarz) und der Rio Solimoes (weiß) aufeinander treffen und den Amazonas bilden. Das Spannende ist, dass die beiden Flüsse sich aufgrund ihrer verschiedenen Wassertemperaturen und -dichten nicht mischen und eine zeitlang "schwarz & weiß" nebeneinander herfließen. Auf der anderen Seite des Rio Negro angekommen wurden noch die letzten Einkäufe getätigt und dann ging es mit dem VW-Bus auf der Transamazonica (eine Straße, die ursprünglich Manaus und die Küste verbinden sollte, aber nie fertiggestellt wurde) tiefer in den Regenwald hinein. Nach einer ca. 1-stündigen Fahrt sind wir dann wieder in ein Boot umgestiegen um damit nochmal ca. eine Stunde zu fahren.
Nach einer gefühlten Ewigkeit sind wir dann also auch angekommen und das Haus von unserem Guide ist tatsächlich nur mit Boot erreichbar. Während der folgenden Tage haben wir auch bei Ceciliano und seiner Familie gelebt und konnten dadurch das volle Regenwaldleben kennenlernen. Nach dem Mittag sind wir zu einem kleinen, aber feinen Strand zum Baden gef
ahren und danach zum Piranhas fischen. Angeln kann man das nicht nennen, denn wir hatten nur eine Schnur mit einem Haken dran und damit mussten wir irgendwie zurecht kommen. Das war echt ein Spaß und am Anfang gar nicht so einfach, aber am Ende hatte ich doch 5 an meiner Schnur und später auf meinem Teller und sie waren echt lecker. Eine Überraschung gab es aber noch. Als wir noch am fischen waren, fing es auf einmal an zu regnen. Ist ja bekanntlich nicht ungewöhnlich, aber wir sind natürlich unser regenfreies Fortaleza-Wetter gewöhnt und hatten unsere Regenjacken nicht dabei. Also saßen wir da erstmal im Boot und dachten Pech gehabt, aber dann wurde es richtig ungemütlich und der Guide hat seine Jacke mit uns geteilt. Da es aber auch ewig nicht aufgehört hat, sind wir dann noch zu einem schwimmendem Haus gefahren und haben uns da untergestellt.
Nach dem Abendessen hieß es dann nochmal ab ins Boot, denn wir wollten Krokodile beobachten. Aber das w
ar erstmal weniger spannend, denn der klare Sternenhimmel war viel schöner. Ich glaube ich lüge nicht, wenn ich sage, dass ich noch nie soooo viele Sterne gesehen hab. Krokodile gab es allerdings auch viele. Ceciliano hat immer mit einer Taschenlampe die Ufer abgesucht und die Augen der Kroks haben immer richtig geleuchtet. Irgendwann hat er es auch geschafft ein kleines zu fangen und wir "durften" es auch mal halten. Da war sogar gerade noch ein kleiner Fisch im Mund.
So, das war der erste Teil und bevor wieder Beschwerden kommen, dass es zu viel ist, folgt der 2. Teil in ein paar Tagen! :-)
So, das war der erste Teil und bevor wieder Beschwerden kommen, dass es zu viel ist, folgt der 2. Teil in ein paar Tagen! :-)
Achso und ich hab ganz viele neue Fotos hochgeladen, viel Spaß beim Stöbern!
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