Olá ihr Lieben!

Auf diesem Blog könnt ihr meinen Auslandsaufenthalt in Brasilien hautnah miterleben. Ich bin am 21.07.2010 in Fortaleza angekommen und habe ab August ein Semester an der Universidade Federal do Ceará studiert. Das ist nun seit dem 2. Dezember abgeschlossen.
Nachdem ich im Dezember 3 Wochen lang eine Pause von Brasilien in New York genommen habe, habe ich mich entschieden nach Rio de Janeiro zu gehen. Hier mach ich nun seit Mitte Januar ein Praktikum und lebe und arbeite an der Copacabana. Ich werde versuchen wenigstens wöchentlich ein Lebenszeichen von mir zu
senden, freue mich aber auch ab und an mal etwas von euch zu hören.
Viel Spaß beim Lesen und Kommentare posten!
Té mais,
Cindy!


Sonntag, 30. Januar 2011

Petrópolis

Huhu ihr Lieben!

Hier mal wieder ein kleines Lebenszeichen von mir, zusammen mit den letzten Eindrücken aus dem schönen Rio.
Mir ist aufgefallen, dass ich beim letzten Mal gar nicht geschrieben habe, wie toll ich Rio doch finde. Die Stadt bietet genau die richtige Mischung aus allem. Es gibt Berge, Seen, Strand und Meer; viel Grün und gaaanz viele Freizeit- und Kulturangebote. Ich kann zur Arbeit laufen und auch so kann man zu Fuß sehr viel erreichen. Und noch dazu ist es, wenn man sich unauffällig verhält auch absolut nicht gefährlich. Einfach die perfekte Stadt! :-)
Letztes Wochenende hab ich komplett alleine verbracht und das war irgendwie auch mal schön. Samstagmorgen hab ich mir Brötchen und Eier geholt und mir ein den Umständen entsprechendes leckeres Frühstück gemacht. Gegen frühen Nachmittag bin ich zum historischen Nationalmueseum gefahren und hab dort 3 Stunden verbracht. Da war ich sogar nicht ganz allein, der nette Herr Audio Guide hat mich ganz gut unterhalten und mir sehr viel über die brasilianische Geschichte erzählt. Danach wollte ich eigentlich noch ein bisschen in der Gegend umher laufen, aber da dann ein Bus neben mir gehalten hat und zur Copacabana gefahren ist, bin ich einfach mal mitgefahren. Es war zwar nicht entspannend, da der Busfahrer die ganze Zeit mit mir reden wollte, aber immerhin konnte ich dann kostenlos fahren... Bis zum Shopping Center Rio Sul, wo ich irgendwie die ganze Zeit schon mal hinwollte, aber so allein war das irgendwie nicht so spannend und es wurde auch schon fast dunkel, also bin ich nach Hause gegangen. Sonntag war noch viel entspannter. Gegen 1 bin ich zum Strand gegangen, in der Sonne war es aber leider viel zu heiß, also hab ich mich in eine Bar gesetzt und ein Agua de Coco getrunken und die Newsweek von meiner Mitbewohnerin gelesen... das sah wahrscheinlich verdammt europäisch aus. Kein Brasilianer würde je auf die Idee kommen sich in eine Bar zu setzen und zu lesen und noch weniger das ganze auch noch allein zu machen. Dann bin ich noch ein bisschen am Strand lang gelaufen und hab mich noch unter eine Palme gesetzt und weiter gelesen. Dann war ich im Supermarkt Sushi essen und hinterher noch auf dem Weg nach Hause einen Saft trinken.
Ja und dieses Wochenende war ich dafür fast nur in Begleitung unterwegs. Ich hab am Mittwochabend Jenny, meine Vorgängerin vom Praktikum, kennengelernt und wir haben uns auf Anhieb super verstanden und gleich unseren ersten Ausflug zusammen geplant. Am Samstagmorgen hieß es "Auf nach Petrópolis!". Petrópolis ist ein total niedlicher Ort in den Bergen, ca 80km von Rio entfernt und ehemaliger Sommersitz der kaiserlichen Familie Wir haben uns also am Morgen getroffen und sind zusammen zum Rodoviaria (Busbahnhof) gefahren. Da war ich dann doch etwas überbewältigt, denn der hatte fast schon Flughafen Charakter. In Fortaleza gab es ja auch einen Rodoviaria, aber der war klein, überschaubar und wie ein deutscher Busbahnhof. In Rio gibt es auch Geschäfte, einen Foodcourt und einen richtigen Ankunftsbereich wie am Flughafen... Da war ich ja fast schon ein bisschen wunderlich. :) Nachdem wir unsere Tickets gekauft hatten, hatten wir noch ca. 20 Minuten bis zur Abfahrt 11:30. Also sind wir noch ein bisschen geschlendert und haben uns noch ein Eis gegönnt und saßen da ganz ruhig, bis ich dann irgendwann doch mal auf die Uhr geschaut hab... 11:27... RENN! Naja, dank der brasilianischen Pünktlichkeit haben wir natürlich alles noch geschafft. In Petrópolis angekommen, sind wir direkt erstmal in ein deutsches Café gegangen und haben uns ein mega Stück Torte gegönnt und ich mir einen "Chai" Tee, leider war das alles andere, aber definitiv kein Chai Tee. Naja nach der Stärkung konnten wir also unsere Tour beginnen. Erster Stopp: Haus von Santos Dumont, dem Vater der Luftfahrt und Erfinder der Armbanduhr. Zweiter Stopp: Palácio Cristal (Kristallpalast), der wurde in Frankreich gebaut und 1879 nach Petró gebracht. Dritter Stopp: Palácio da Princesa Isabel, das Haus der Kaiserstochter. Und letzter Stopp: Museu Imperial im Palast vom Kaiser. Da musste man sich am Eingang auch gleich mal so witzige Filzlatschen anziehen, damit man den tollen Holzboden nicht kaputt macht und ausgestellt war zum Beispiel die Feder mit der das Gesetz zur Abschaffung der Sklaverei unterschrieben wurde. Petrópolis ist ein total niedlicher Ort mit fast schon europäischem Charakter, das war alles ein bisschen heimisch. Kann aber auch an dem Café ganz am Anfang gelegen haben. :)
Ja und heute war ich mit Annabelle, die auch mit mir studiert und jetzt hier Praktikum macht, am Strand am Zuckerhut.
Morgen geht's wieder zum Praktikum über das ich immernoch nichts geschrieben habe, aber bald dann... :) Achso die Fotos vom Wochenende hat Jenny leider noch, aber ich werd sie nachreichen.
Ich wünsch euch allen eine wunderschöne Woche und schick euch sonnige Grüße!

Sonntag, 16. Januar 2011

Cidade Maravilhosa

Und endlich hab ich mal wieder ein bisschen Zeit und Lust zum Schreiben. :)

Puh, das letzte Mal ist wirklich schon ewig her und ich weiß gar nicht so recht wo genau ich anfangen soll. Am besten wird es wohl sein chronologisch vorzugehen. Also vor nun schon 2 Wochen durfte ich nach wenigen Komplikationen in Fortaleza in das Flugzeug nach Rio steigen. Am Flughafen in der Cidade Maravilhosa hab ich mich dann wieder mit Vani und ihrer Schwester Claudia getroffen und wir sind zusammen zum Hostel gefahren. Das war der totale Reinfall, aber nach 2 Nächten bin ich auch schon in mein momentanes Zimmer an der Copacabana gezogen. A
lso ich wohne jetzt bei Adele und teile mir ein Zimmer mit noch 2 anderen Brasilianerinnen.

Die ersten Tage haben wir hauptsächlich mit Sightseeing verbracht. Gleich am ersten Tag sind wir mit der Seilbahn auf den Pao de Acucar, den Zuckerhut gefahren, waren am Praia Vermelha, sind zur Copacabana gelaufen und waren abends lecker beim Pizza Rodizio. Ich weiß jetzt schon, dass ich das in Deutschland total vermissen werde, am meisten wohl die süßen Pizzen mit Smarties oder mit weißer Schokolade und Erdbeeren…mmmmh. Am zweiten Tag haben wir uns Rio wieder von oben angeschaut und zwar sind wir mit der Zahnradbahn auf den Corcovado gefahren und haben den Cristo besucht. Damit war dann eigentlich auch schon das richtig typische Touri Programm abgeschlossen und nachmittags bin ich auch schon in meine neue Bleibe gezogen. Am nächsten Tag hab ich mich dann wieder mit den Mädels getroffen und wir sind zur Lagoa Rodrigo de Freitas gefahren. Das ist ein See sozusagen mitten in der Stadt, der von einem 7,2km langen Radweg umgeben ist. Was hieß das? Genau! Fahrräder ausleihen. Das war sooo toll endlich mal wieder Rad zu fahren. Allerdings sollte die Strecke nicht ohne Hindernisse für zumindest Vani und mich sein. Man stelle sich vor Vani fährt vor mir und auf einmal schließt sich da mitten auf dem Radweg ein Tor. Vani ist durchgefahren, also bin ich ganz knapp hinterher und blöderweise kam 100m später noch ein Tor, was schon zu war. Als wir das realisiert haben, standen wir als einzige Blödis genau in der Mitte und über uns war auf einmal ein Hubschrauber…schlecht. Aber alles kein Problem, er hat einfach eine Extrarunde gedreht und das Tor wurde nochmal für uns geöffnet und hinterher war es nicht nur für alle anderen, sondern auch für uns lustig. Nach unserer Fahrradtour sind wir noch ein wenig in Ipanema umher spaziert und haben uns abends nochmal auf einen Caipirinha getroffen. In Ipanema gibt es sogar endlich einen ordentlichen Laden – Mango! Oh und im Praia Shopping Center in Botafogo gibt es sogar Starbucks. Am Sonntagmorgen war ich schon ganz begeistert, denn auf dem Plan stand der Besuch im Maracana Stadion. Leider hielt die Begeisterung nicht lange an, denn nachdem wir die Tickets gekauft hatten und mit dem Fahrstuhl zum Oberrang gefahren sind, mussten wir leider feststellen, dass das Stadion schon im Umbau für die WM ist. Das heißt ohne Sitze und da wo mal der Unterrang war, war ein einziger Schutthaufen. Echt schade und fertig gestellt wird es natürlich auch erst 2013… Naja, wir waren dann noch in einem Park an der Quinta de Boa Vista, das war der Sitz der kaiserlichen Familie bis zur Proklamation der Republik, und eigentlich wollte ich noch zum Nordosten Markt, aber darauf hatten die anderen dann nicht mehr so viel Lust. Also bin ich nach Hause gefahren um mich auf meine Praktikumssuche am nächsten Tag vorzubereiten.

Den ganzen Montag bin ich also in meinen langen Hosen bei 34°C durch Rio gelaufen und war bei 9 Adressen quer im Zentrum verteilt. Detaillierte Infos zur Suche gibt’s gern auf Anfrage, das wär hier sonst zu viel. :) Ja und abends hab ich mich dann ein letztes Mal mit Vani und Claudi getroffen, denn die beiden hat es dann nach Salvador verschlagen. Der Abschied war gar nicht so einfach, aber ganz tapfer ohne Tränen. :) Bei den nächsten Tagen hab ich irgendwie Lücken. Mara war dann hier, einen Freund (Florian) besuchen und wir haben ganz viel zusammen unternommen. Wir waren in einigen Museen im Zentrum, im Kino, im Theater, in Ipanema und haben jeden Abend zusammen gekocht. Letzten Freitag sind wir mit dem Schiff zur Ilha de Paquetá gefahren. Dort war es auch ganz nett und es gab keine Autos sondern nur Pferde oder Fahrräder, aber wir mussten feststellen, dass wir durch Fortalezas Strände doch sehr verwöhnt sind. Samstagnachmittag haben wir uns zusammen mit Florian auf den Weg nach Niteroi gemacht. Niteroi ist eine recht große Stadt auf der anderen Seite der Guanabara Bucht, aber das Einzige was man da sehen kann ist das zeitgenössische Kunstmuseum designt von Oskar Niemeyer, wie eine Blume…mit viel Fantasie (Foto rechts). Sonst gab es da allerdings auch nicht viel zu bestaunen. Sonntag war ein sehr schöner Tag. Wir 3 haben uns zum Frühstück in der Schule für visuelle Künste (Foto links) getroffen – also ein guter Start – dann waren wir im Parque Lage, einem richtig schönen Park mit vielen versteckten Teichen, Höhlen und einer Art Burg und danach im botanischen Garten.

Das Nachtleben haben wir in der Zeit auch ein wenig erkundet. Einen Abend waren wir in Gávea, dort waren total viele junge Menschen einfach nur auf einem Platz und haben getrunken, dann waren wir bei einer Roda de Samba. Da haben zehn Musiker im Kreis gesessen und Samba gespielt und hunderte von Menschen standen ringsum und haben getanzt. In Lapa waren wir auch. Laut Lonely Planet ist Lapa das Partyviertel von Rio und das war es auch tatsächlich. Das ist ein komplettes Viertel voll mit Bars und alle Straßen sind für Autos gesperrt und voll mit Menschen. In Lapa gibt es auch die Escadaria Selarón. Eine Treppe, die mit bunten Mosaiken aus aller Welt geschmückt ist…da waren sogar die Bremer Stadtmusikanten! Und Sonntagabend waren wir im Sambódromo. Dort ist immer Karneval und Sonntagabend hatten 3 Sambaschulen Generalprobe. Eigentlich hat mich Karneval bisher nur wenig interessiert, aber die Generalprobe war schon echt krass. In einer Sambaschule waren einfach so viele Menschen (Foto) und die waren alle gut gelaunt und im Takt und haben einfach eine super Stimmung verbreitet. Jetzt bin auch ich auf Anfang März gespannt.

Montagabend war ich dann nochmal bei Mara kochen bevor sie sich auch von Rio verabschiedet hat. Seit Montag mach ich auch Praktikum, aber darüber schreib ich dann beim nächsten Mal…

Beijos!

Mittwoch, 5. Januar 2011

Die letzten Tage in Fortaleza

So, bevor ich gleich zum Flughafen fahr gibt es hier noch eben ein paar Zeilen und die letzten Fotos.BlocksatzEigentlich sollte ich bei meinem Rückflug von New York an Silvester einen 12-stündigen Aufenthalt in Sao Paulo haben und erst 23:12 erst hier landen, aber darauf hatte ich natürlich keine Lust. Also, hab ich gefragt ob ich auch schon eher fliegen könnte und das hat zum Glück geklappt. Demnach stand ich schon am Nachmittag gegen 3 wieder hier in der Tür und Vani ist aus allen Wolken gefallen. Am Abend sind wir dann zur großen Party am Strand gegangen und wollten uns eigentlich noch mit Freunden treffen, aber schon 2 Stunden vor Mitternacht waren die Handynetze überlastet und wir haben niemanden gefunden. Gestört hat uns das weniger, wir hatten auch zu zweit eine Menge Spaß. Mitternacht hat uns sozusagen eine Familie aufgenommen und uns mit Getränken versorgt und mit uns angestoßen. Und den Rest der Zeit haben wir entweder vertanzt oder uns von anderen anquatschen lassen... :-)
Am 1. Januar ist dann Vani's Schwester hier angekommen und die letzten Tage haben wir logischerweise mit ihr verbracht.
Sonntag waren wir nochmal am Praia do Futuro und da sind wir zum ersten Mal in eine halbwegs gefährliche Situation geraten. Auf einmal sind 2 Polizisten mit Pistole in der Hand an uns vorbei gelaufen und haben 3 Jungs gejagt. Direkt vor unserer Nase wurden die Jungs eingeholt und mussten ihre Arme hinterm Kopf verschränken. Ein Polizist hat abgetastet und der andere hat beobachtet, währenddessen hat der Letzte, der abgetastet wurde sein T-Shirt ausgezogen und Drogen aus seiner Tasche geholt und hinter sich in den Sand geworfen. Die Polizisten haben dann natürlich bei niemandem etwas gefunden und die Jungs verscheucht. Der Letzte hat dann dreister Weise sein T-Shirt aus dem Sand aufgehoben und seine Drogen auch... Das war echt der Lacher...youtube reif. Es saßen auch so viele Menschen ringsrum und keiner hat was gesagt. Einer ist dann nur gucken gegangen ob die Drogen da noch liegen, aber der hat anscheinend nicht gut genug beobachtet. :)
Montag waren wir mittags nochmal beim Sushi-Rodizio, abends auf unserem Markt und haben uns von Guilherme verabschiedet.
Und gestern Morgen war ich mit Fábio nochmal bei der Polizei um endlich meinen brasilianischen Ausweis abzuholen. Danach habe ich noch ein paar Praktikumsbewerbungen fertig gemacht und wir waren am Strand. Nachmittag haben wir uns nochmal mit Fábio und seiner Freundin getroffen und sind Eis essen und ein letztes Mal am Strand spazieren gegangen. Danach ging das große Packchaos los und zur Belohnung gab es ein letztes Mal Pizza-Rodizio. Abends haben wir uns noch in einer Bar im Dragao do Mar mit ein paar Leuten getroffen und ich war sehr positiv überrascht wieviele doch gekommen sind. Das war ein richtig netter letzter Abend. Sogar der Sänger dort hat uns eine gute Reise gewünscht und uns ein Lied gewidmet. :-) Letzte Nacht gab es hier auch das erste Gewitter und es hat die komplette Nacht durchweg geregnet. Fortaleza ist anscheinend auch traurig, dass wir gehen. :-)
Nun heißt es Abschiednehmen. Auch wenn die Zeit hier oft von Langeweile geprägt war und ich nicht immer so begeistert von der Stadt war, bin ich jetzt doch ein bisschen traurig. Aber ich wollte die Herausforderung annehmen und das Praktikum in einer anderen Stadt machen und nun ist es so. Spätestens wenn ich morgen in Rio aufwache sieht die Welt wahrscheinlich schon wieder ganz anders aus...

Samstag, 1. Januar 2011

Dezember in New York

Als allererstes wünsch ich euch allen ein Feliz Ano Novo - bleibt auch in 2011 gesund und munter und vergesst eure guten Vorsätze nicht. :-)

Also, ich bin wieder zurück in Fortaleza, Vani holt gerade ihre Schwester vom Flughafen ab und das gibt mir ein wenig Zeit zum bloggen.
Am 8. Dezember bin ich Jane's (Gastoma) Einladung nach New York gefolgt und konnte es auch gar nicht mehr abwarten mal wieder etwas anderes zu sehen und zu erleben als den brasilianischen Norden. Die bittere Wahrheit hat mich allerdings schon am Flughafen abgeholt - die Kälte. Ich hatte natürlich keine Wintersachen und stand dort bibbernd auf den Bus wartend, der mich zur Grand Central Station und zu meinem ersten Starbucks Getränk seit Monaten gebracht hat. Ich bin morgens sehr früh angekommen und wurde eigentlich gleich in den Alltag geworfen. Um 12 Tessa von der Schule abholen, ein bisschen mit ihr spielen, Wade und Evelyn von der Schule abholen, mit Evelyn zum Tanzunterricht, Abendessen bei einem Japaner, der am Tisch gekocht hat und die Kinder nach Hause und ins Bett bringen: welcome back!
Die meiste Zeit habe ich natürlich auch dazu genutzt Sachen mit den Kiddies zu unternehmen: Ballett mit Tessa, Football mit Wade, Lesen mit Evelyn, Karate mit Wade & Tessa und lange Spaziergänge in der Kälte oder Kino (Yogi Bear) mit allen zusammen. Einen Sonntagnachmittag hatten wir eine kleine Christmas-Cookies-Decoration-Party mit Nachbarskindern & Freunden, das war vor allem ein großes Chaos und ein großes Naschen, weil nebenher auch noch Fudge und Brownies gemacht wurden, die ja aber so oder so täglich in der Küche rumstehen...seeeehr verhängnisvoll. Am gleichen Abend waren wir noch bei einer anderen kleinen Weihnachtsfeier am See. Das hatte irgendwie etwas Magisches. Der See war zugefroren, auf ihm spiegelte sich der Vollmond, Santa kam mit Geschenken, es gab ein kleines Lagerfeuer, heiße Schokolade und es wurden Weihnachtslieder gesungen. Sehr schön! Sehr schön war auch die Weihnachtszeit an sich. Einen Tag waren Howard's (Gastopa) Söhne da und wir waren super lecker essen, ich war mit Lena (studiert auch an der HS und hat in NY Urlaub gemacht) auf dem Weihnachtsmarkt an der National Library und hinterher noch beim Weihnachtsshopping - größtenteils natürlich für uns selbst. :-) Heiligabend an sich war auch sehr gemütlich. Die Kids und Emily (Mama) sind irgendwann vorbei gekommen und es gab einen kleinen Weihnachtsempfang mit Shrimps und Sekt, danach gab es lecker Essen, Dessert und Geschenke. Nachdem Emily und die Kids wieder gefahren sind, waren Jane, Howard und ich noch bei den besten (& berühmten) Freunden von den beiden (http://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Schwartz). Dort gab es auch wieder lecker Essen und gemeinsames Weihnachtslieder singen. Super schön.
Einen Abend war ich auch mit Sandra (Haushälterin) Leah und Liza (Nannys) in einer kolumbianischen Bar. Das war zwar ganz nett, aber nur mit alten lateinamerikanischen Männern, die die ganze Zeit tanzen wollen irgendwie auch nicht das Wahre.
Da es in Fortaleza doch sehr an Kulturangeboten mangelt, habe ich einen großen Teil der Zeit auch mit diversen Theaterbesuchen verbracht. Zusammen mit Jane und ihrem Freund Tom Moore (http://en.wikipedia.org/wiki/Tom_Moore_%28director%29) habe ich "Driving Ms Daisy" geschaut, 2 Tage später waren die beiden auch wieder im Theater, aber ich hab mich für das "Billy Elliot" Musical entschieden. Am Montag war ich mit Jane und Howard bei "La Bete" und am Dienstag mit Jane beim "Promises Promises" Musical. Dazu gehörte dann auch immer noch ein Starbucks Besuch. Jane ist echt die Beste, denn nicht nur zu Starbucks hat sie mich eingeladen sondern auch zu all den Shows und wenn man bedenkt, dass eine Karte $120 kostet, dann ist das einfach nur sooo lieb. Mit Lena war ich für $11 :-) beim Alvin Ailey American Dance Theatre.
Der letzte Tag wurde dann nochmal zum Power Shopping in der Mall genutzt und dann dachte ich eigentlich, dass mein Flug abends halb 11 wär, aber als Jane gegen 3 meinte online check in zu machen, haben wir gemerkt, dass er schon 19:55 war. Dann hieß es eigentlich nur noch Panik schieben, alle Sachen in die Tasche werfen und los. So war das Abschiednehmen nur halb so tragisch und Jane hat mich ja auch schon wieder für den Sommer eingeladen. Also nach New York zu fliegen und die Weihnachtszeit dort zu verbringen war definitiv die richtige Entscheidung!