Olá ihr Lieben!

Auf diesem Blog könnt ihr meinen Auslandsaufenthalt in Brasilien hautnah miterleben. Ich bin am 21.07.2010 in Fortaleza angekommen und habe ab August ein Semester an der Universidade Federal do Ceará studiert. Das ist nun seit dem 2. Dezember abgeschlossen.
Nachdem ich im Dezember 3 Wochen lang eine Pause von Brasilien in New York genommen habe, habe ich mich entschieden nach Rio de Janeiro zu gehen. Hier mach ich nun seit Mitte Januar ein Praktikum und lebe und arbeite an der Copacabana. Ich werde versuchen wenigstens wöchentlich ein Lebenszeichen von mir zu
senden, freue mich aber auch ab und an mal etwas von euch zu hören.
Viel Spaß beim Lesen und Kommentare posten!
Té mais,
Cindy!


Mittwoch, 5. Januar 2011

Die letzten Tage in Fortaleza

So, bevor ich gleich zum Flughafen fahr gibt es hier noch eben ein paar Zeilen und die letzten Fotos.BlocksatzEigentlich sollte ich bei meinem Rückflug von New York an Silvester einen 12-stündigen Aufenthalt in Sao Paulo haben und erst 23:12 erst hier landen, aber darauf hatte ich natürlich keine Lust. Also, hab ich gefragt ob ich auch schon eher fliegen könnte und das hat zum Glück geklappt. Demnach stand ich schon am Nachmittag gegen 3 wieder hier in der Tür und Vani ist aus allen Wolken gefallen. Am Abend sind wir dann zur großen Party am Strand gegangen und wollten uns eigentlich noch mit Freunden treffen, aber schon 2 Stunden vor Mitternacht waren die Handynetze überlastet und wir haben niemanden gefunden. Gestört hat uns das weniger, wir hatten auch zu zweit eine Menge Spaß. Mitternacht hat uns sozusagen eine Familie aufgenommen und uns mit Getränken versorgt und mit uns angestoßen. Und den Rest der Zeit haben wir entweder vertanzt oder uns von anderen anquatschen lassen... :-)
Am 1. Januar ist dann Vani's Schwester hier angekommen und die letzten Tage haben wir logischerweise mit ihr verbracht.
Sonntag waren wir nochmal am Praia do Futuro und da sind wir zum ersten Mal in eine halbwegs gefährliche Situation geraten. Auf einmal sind 2 Polizisten mit Pistole in der Hand an uns vorbei gelaufen und haben 3 Jungs gejagt. Direkt vor unserer Nase wurden die Jungs eingeholt und mussten ihre Arme hinterm Kopf verschränken. Ein Polizist hat abgetastet und der andere hat beobachtet, währenddessen hat der Letzte, der abgetastet wurde sein T-Shirt ausgezogen und Drogen aus seiner Tasche geholt und hinter sich in den Sand geworfen. Die Polizisten haben dann natürlich bei niemandem etwas gefunden und die Jungs verscheucht. Der Letzte hat dann dreister Weise sein T-Shirt aus dem Sand aufgehoben und seine Drogen auch... Das war echt der Lacher...youtube reif. Es saßen auch so viele Menschen ringsrum und keiner hat was gesagt. Einer ist dann nur gucken gegangen ob die Drogen da noch liegen, aber der hat anscheinend nicht gut genug beobachtet. :)
Montag waren wir mittags nochmal beim Sushi-Rodizio, abends auf unserem Markt und haben uns von Guilherme verabschiedet.
Und gestern Morgen war ich mit Fábio nochmal bei der Polizei um endlich meinen brasilianischen Ausweis abzuholen. Danach habe ich noch ein paar Praktikumsbewerbungen fertig gemacht und wir waren am Strand. Nachmittag haben wir uns nochmal mit Fábio und seiner Freundin getroffen und sind Eis essen und ein letztes Mal am Strand spazieren gegangen. Danach ging das große Packchaos los und zur Belohnung gab es ein letztes Mal Pizza-Rodizio. Abends haben wir uns noch in einer Bar im Dragao do Mar mit ein paar Leuten getroffen und ich war sehr positiv überrascht wieviele doch gekommen sind. Das war ein richtig netter letzter Abend. Sogar der Sänger dort hat uns eine gute Reise gewünscht und uns ein Lied gewidmet. :-) Letzte Nacht gab es hier auch das erste Gewitter und es hat die komplette Nacht durchweg geregnet. Fortaleza ist anscheinend auch traurig, dass wir gehen. :-)
Nun heißt es Abschiednehmen. Auch wenn die Zeit hier oft von Langeweile geprägt war und ich nicht immer so begeistert von der Stadt war, bin ich jetzt doch ein bisschen traurig. Aber ich wollte die Herausforderung annehmen und das Praktikum in einer anderen Stadt machen und nun ist es so. Spätestens wenn ich morgen in Rio aufwache sieht die Welt wahrscheinlich schon wieder ganz anders aus...

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