Olá ihr Lieben!

Auf diesem Blog könnt ihr meinen Auslandsaufenthalt in Brasilien hautnah miterleben. Ich bin am 21.07.2010 in Fortaleza angekommen und habe ab August ein Semester an der Universidade Federal do Ceará studiert. Das ist nun seit dem 2. Dezember abgeschlossen.
Nachdem ich im Dezember 3 Wochen lang eine Pause von Brasilien in New York genommen habe, habe ich mich entschieden nach Rio de Janeiro zu gehen. Hier mach ich nun seit Mitte Januar ein Praktikum und lebe und arbeite an der Copacabana. Ich werde versuchen wenigstens wöchentlich ein Lebenszeichen von mir zu
senden, freue mich aber auch ab und an mal etwas von euch zu hören.
Viel Spaß beim Lesen und Kommentare posten!
Té mais,
Cindy!


Montag, 7. Februar 2011

Praktikum bei Ada Tours - Alltag in Rio

...traurig aber wahr, so langsam holt er mich auch hier ein.

Vom Wochenende gibt es heute nicht so viel zu berichten deswegen werde ich das einfach mal nutzen um ein bisschen über mein Praktikum zu schreiben. Das mach ich bekanntlich bei Ada Tours, einem Reiseunternehmen. Tourismus war nicht wirklich mein Zielgebiet, aber nun steck ich eben drin. :) Das Büro liegt an der Copacabana und wird von Anna, einer Russin, geführt. Dann arbeiten da noch Diana (Armenien), Jessica, Natalia (Brasilien), Markus (Deutschland) und Daniel (Spanien). Das Hauptgeschäft liegt an sich darin, irgendwelche Anfragen von Kunden für Reisen nach Lateinamerika zu bekommen und die zu bearbeiten. Meine Aufgaben haben sich in den ersten Wochen sehr auf Reiseprogramme übersetzen und langweilen beschränkt. Mittlerweile bin ich noch für eine andere Praktikantin („unter mir“), die Lorena (Niederlande), verantwortlich und generell für die kompletten Praktikantenbewerbungen bis hin zum Jobinterview, was echt witzig ist. Die meisten sind einfach schon viel erfahrener als ich. Grad heute war wieder einer da, der schon seinen Master hat und schon viel älter war als ich… Also die Frage-Seite eines Interviews kennenzulernen ist auch mal interessant und um einiges angenehmer. Ansonsten muss ich gerade noch Termine mit potenziellen Kunden auf der ITB, der größten Tourismusmesse in Berlin, ausmachen. Die ist Anfang März und meine Chefin fliegt dort hin, ich hoffe ja immer noch ein klitzekleines bisschen, dass ich da vielleicht mit darf, wenn ich mir bei der Organisation ganz viel Mühe gebe, aber da das auch so eine kleine Ausbeuter-Firma ist, glaub ich da fast nicht mehr dran. Ausbeuter Firma deswegen, weil die Festangestellten 1000 R$ im Monat verdienen, zum Vergleich: ich zahle 550 R$ Miete für mein 4er-Zimmer, und weil Anna immer möglichst viele Praktikanten haben möchte und die bekommen generell nichts. Mir hat sie nach 2 Wochen gesagt, dass ich doch eine Bezahlung bekomme, weil sie so zufrieden ist, aber Jenny hat in ihren drei Monaten dort gar nichts bekommen. Durch die Bezahlung bin ich jetzt in ihren Augen allerdings auch keine Praktikantin mehr. Ich bin mir noch nicht sicher ob ich das gut oder schlecht finde…

Wo wir gerade bei Zimmermiete waren. Hab ich überhaupt schon etwas über meine aktuelle Bleibe erwähnt? Also ich wohn bei Adele (und ihrem Hund Pepita) und sie untervermietet ein Zimmer in ihrer tollen Wohnung. Am Anfang hab ich mir das Zimmer mit Helen und Ceres geteilt. Jetzt ist Helen aus- und Liliana aus Mexiko eingezogen. Mit Ceres, ihrem Freund und noch einem Freund war ich am Freitagabend ein paar Bier in Botafogo trinken. Das war sehr spontan, aber dann auch echt witzig. Samstag hab ichs mir erstmal auf dem Sofa gemuetlich gemacht und auf ESPN Brasil Koeln - Bayern geschaut, was mir anfaenglich auch grosse Freude bereitet hat, aber naja... Danach war ich noch mit Jenny am Strand spazieren. Erst hier in Copa und dann haben wir in Ipanema den Sonnenuntergang mit gefühlten 1000 anderen Menschen angeschaut, haben Tapioka gegessen und sind noch Cocktails trinken gegangen. Dort saßen andere Deutsche am Nebentisch, das war irgendwie total ungewohnt, wo uns doch sonst niemand versteht… Sonntagnachmittag war ich mit Annabelle und Jenny in São Cristovão. Dort gibt es die Feira Nordestina, eine Art riesengroßer Markt mit typischen Sachen aus dem Nordosten. Das war wirklich wie das Betreten einer anderen Welt: an jeder Ecke wurde Musik gespielt, die Leute haben getrunken und getanzt und man wurde einfach von der ganzen Lebensfreude angesteckt. Auch wenn es da auch nicht mein Lieblingsgetränk aus Fortaleza gab, war es ein lustiger Ausflug zum Sonntag.

Nun sind wir schon in Praktikumswoche Nummer 4 und zählen (offiziell) fast nur noch 16… :)

Beijão!

P.S. Es gibt viele neue Fotos bei der Diaschau!

1 Kommentar:

  1. Hallo Cindy,

    ich würde dich gerne zu deinem Praktikum in Rio befragen, finde aber leider keine E-Mail auf deiner Seite.

    Liebe Grüße!

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